Nachhaltig leben

10. Wie mache ich den ersten Schritt?

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Erstens

Meinen Konsum im Alltag, auf Reisen, in den Ferien und in der Freizeihinterfragen. 

Zusätzlich zu meinem täglichen Grundbedarf nur das konsumieren, was mir einen echten Mehrwert bringt. 

Mir die hochaktuelle Frage stellen: 


Im gleichnamigen Buch beschreibt Erich Fromm die Voraussetzungen für einen fundamentalen Wandel in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, um die gegenwärtige Krise zu überwinden und von einer Orientierung am Haben zu einer am Sein zu gelangen. 
Erich Fromm. Haben oder Sein? 1976. 

Zweitens 

Meinen Lebensstil auf eine gute Balance zwischen Qualität und Quantität ausrichten. 

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Der konsumorientierte Lebensstil in den reichen Ländern wird zwar von sehr vielen Menschen weltweit angestrebt, ist vermutlich aber doch keine attraktive Option für unsere Kinder und Enkelkinder:

  • erstens, weil wir dadurch der Natur grosse und teilweise irreversible Schäden zufügen und davon viele Menschen in andern Regionen der Welt zuallererst betroffen sind. 
  • zweitens, weil der Preis, den wir in unserem Leben dafür zahlen, im Vergleich zum gewonnenen Nutzen unverhältnismässig hoch ist, was sich am Leiden so vieler wohlhabender Menschen in den Industrieländern zunehmend bemerkbar macht. 

Es stellt sich uns in diesem Zusammenhang auch die Frage:

Welche Lebensphilosophie steht eigentlich hinter der Unersättlichkeit von uns, die wir so hartnäckig und dabei so leidenschaftslos und missmutig auf Kosten anderer und der Umwelt leben?
Gabriela Simon. Mehr Genuss! Mehr Faulheit! Mehr Schlendrian!  Die Zeit Nr. 42/1992

Drittens

Mehr auf die Umwelt achten. 

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Zum Beispiel mit 

  • Tips for a Cleaner Environment
    WWF

Viertens

Den Reichtum der Natur erleben. 

Echte Naturverbundenheit ist wohl die beste Voraussetzung, mein Leben nachhaltig zu gestalten.

Melinda in Firiteaz, Rumänien 2018 

Es reicht bei weitem nicht aus, am TV gute Naturfilme anzuschauen, mit dem Auto durch schöne Landschaften zu fahren oder mich über Ökologie zu informieren. 

Die Meldungen von irgendwelchen Umweltkatastrophen irgendwo auf der Welt, wie wir sie täglich lesen oder hören, machen uns kaum noch betroffen. 

Betroffensein ist aber wesentlich für uns Menschen, damit wir Veränderungen im Leben angehen.

Wir alle brauchen deshalb draussen in der «reichen» Natur ganz persönliche Erlebnisse. 

Zum Beispiel beim Wandern 
Auf stillen Wegen an starke Orte.

Wenn ich das vollendete Zusammenspiel der Lebewesen und ihre Schönheit entdecke, erfahre ich mich als Teil der grossen Natur und trage spontan Sorge zur Umwelt. 

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Konrad Adenauer Stiftung, Analysen & Argumente Nr. 315 / September 2018.

Fünftens

Nachhaltig leben
Mein dreifacher Nutzen. 

1. Ich richte das Leben besser auf meinen Bedarf aus.
2. Ich belaste unsere Umwelt weniger.
3. Ich spare Geld und gewinne Zeit zu leben.

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Ganz allgemein

Es herrscht die weit verbreitete Meinung, nachhaltig leben bedeute bitterer Verzicht und Verlust an Lebensfreude. Das Gegenteil trifft zu.

Wir brauchen keine Kultur des Verzichts, wir brauchen eine Kultur des Geniessens dank weniger Konsum. 

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Nachhaltig leben heisst nicht, dass ich mir jeden Tag und überall den Kopf über Umweltprobleme zerbreche.

Nachhaltig leben ist ein Lernprozess, der all unsere Kreativität fordert und uns neue Chancen eröffnet.

Unsere Kinder und Enkelkinder sind dankbar, wenn wir ihnen eine intakte Welt hinterlassen, damit auch sie ihr Leben eigenverantwortlich und frei gestalten können.


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Zuletzt und nicht ganz ernst gemeint 

Erst wenn der letzte Baum gerodet, 
der letzte Fluss vergiftet,
der letzte Fisch gefangen ist,
werden wir merken, dass man Geld nicht essen kann.
Quelle: Unbekannt

Schliesslich und endlich

Mahatma Gandhi

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