Nachhaltig leben

3. Wohin gehen wir?

© Difught | Shutterstock, Inc. [US] 2018

«Wenn wir die Natur besiegt haben, werden wir uns auf der Verliererseite wiederfinden». 
Zitat von Konrad Lorenz, Biologe und Nobelpreisträger

Eins...?

Die Menschheit geht wohl kaum demnächst unter, wie uns so viele Schwarzmaler weismachen wollen.

«Wir sind nicht dem Untergang geweiht - es sei denn, wir entscheiden uns dafür». 
Kate Marvel, Klimawissenschafterin

Es drängt sich uns aber die Frage auf:  

Haben die Menschen nach uns noch eine Chance auf ein menschenwürdiges Leben in einer Welt, wie wir sie ihnen hinterlassen?

Ein menschenwürdiges Leben bedeutet in keiner Weise ein Leben in stetig wachsendem materiellem Wohlstand wie heute in den reichen Ländern.

© HelenField | Shutterstock, Inc. [US] 2018   

Die Basis für ein menschenwürdiges Leben sind aber ausreichend Nahrung, genügend Wohnraum, Möglichkeiten zur Bildung, eine sinnvolle Arbeitmedizinische Versorgung, Altersvorsorge und ausreichend natürlicher Lebensraum.

Machen wir einfach weiter wie bisher, dann stossen wir bald an die ökologischen Grenzen unserer Erde. 

Am Ende des Jahrhunderts könnten auch unsere Kinder und Enkelkinder mit einem feindlichen Klima konfrontiert sein, mit erschöpften Ressourcen, zerstörten Lebensräumen, grossem Artensterben, Nahrungsmittelknappheit und Massenmigration.

Zwei...?

Wir werden wohl den aussichtslosen Kampf um die verbleibenden Ressourcen weltweit drastisch intensivieren.

© Robert Adrian Hillman | Shutterstock, Inc. [US] 2018 

Die Welt rüstet gegenwärtig militärisch auf wie noch nie in der Geschichte der Menschheit - auch mit effizienter, digitaler Technologie. 

Die weltweiten Militärausgaben stiegen im Jahr 2019 auf fast zwei Billionen Dollar - ein neuer Höchstwert seit Beginn vergleichbarer Aufzeichnungen im Jahr 1988.
Quelle: SIPRI - Stockholm International Peace Research Institute.

Ein atomarer Erstschlag ist eine reale Gefahr und wohl noch immer eine der grossen Bedrohungen für uns Menschen.

© Felix Schaad | Tages-Anzeiger 5.2.2019

Drei...?

Wir stehen vor gewaltigen Veränderungen in einer vollen Welt mit bald einmal 10 bis 12'000 Millionen Menschen - auf die eine oder andere Weise.

© Vladimir Sazonov | Shutterstock, Inc. [US] 2018  

Eine nachhaltige Entwicklung ist der vielversprechende Weg, der uns aus der heutigen - ökologischen und sozialen - globalen Krise in die Zukunft führt.

Der grosse gesellschaftliche Wandel, wie es der Übergang hin zu einer nachhaltigen Entwicklung erfordert, ist zuerst ein «Kampf» um die Herzen und Köpfe der Menschen und erst danach wird er in Gesetzgebung und Wirtschaftspolitik akzeptiert. 

Jede Änderung, die in Gesellschaften und Organisationen geschieht, braucht Einzelne, die sie anstossen. 

Übersetzt aus: World in 2050 Initiative. 2018. Transformations to achieve the sustainable development goals. 

© Jane0606 | Shutterstock, Inc. [US] 2018   

Einen Masterplan, wie wir die Transformation unserer heutigen Gesellschaft mit ihrer immerwährenden Expansion hin zu einer nachhaltigen Entwicklung schaffen, gibt es nicht. 

Zudem denken die meisten Menschen und auch die Regierungen und Unternehmen kurzfristig. Es fehlt oft an entsprechendem Wissen und Instrumenten, um langfristige Transformationen anzugehen.

Und wenn die Öffentlichkeit über die Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung und die nötigen Veränderungen schlecht informiert ist, können Angst und Verunsicherung sich dem Wandel generell widersetzen. 

Lösungsvorschläge für die Transformation unserer Gesellschaften hin zu einer nachhaltigen Entwicklung stehen uns heute vielfach zur Verfügung. 

Die Frage ist nur, wie können wir sie im normalen Politikbetrieb auch umsetzen.

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Wohin gehen wir?

Zwei immer noch viel gelesene Romane aus früheren Zeiten: 

  • Aldous Huxley. Schöne neue Welt. 1932. 
  • George Orwell. Neunzehnhundertvierundachtzig. 1948

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