Nachhaltig leben

Wann, wenn nicht jetzt?

5. Kritische Entwicklungen

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Die neun Grenzen unseres Planeten
Ein sicherer Lebensraum für die Menschheit



Überschreiten wir die Grenzen, könnten abrupte oder irreversible Umweltveränderungen eintreten.

Überschreiten wir sie nicht, kann sich die Menschheit weiterentwickeln und gut gedeihen über Generationen hinweg.

Nach den neuesten Daten haben wir bereits vier der planetarischen Grenzen überschritten und die Ozeanversauerung nähert sich der Grenze.

  1. Klimawandel
  2. Verlust der Biodiversität und Artensterben
  3. Stratosphärischer Ozonabbau
  4. Ozeanversauerung
  5. Stickstoff und Phosphor fliessen in die Biosphäre und Ozeane
  6. Veränderung von Ökosystemen / Abholzung
  7. Süsswasserverbrauch und der globale hydrologische Kreislauf
  8. Belastung der Atmosphäre mit Aerosolen
  9. Chemische Verschmutzung und Freisetzung neuartiger Verbindungen

Wir wissen zudem nicht, 

  • ob die durch unsere Umweltverschmutzung verursachten Veränderungen auf der Erde weiterhin allmählich voranschreiten oder 
  • ob oder wann einzelne Systeme wie z.B. das Klima oder der Golfstrom im Atlantik plötzlich und unvorhergesehen kippen. 


Ein paar Beispiele aus einer langen Liste


  • In nur 200 Jahren wuchs die Weltbevölkerung von 900 Millionen auf fast 8'000 Millionen Menschen.
    Im Jahr 2100 sollen laut UNO geschätzte 10 - 11'000 Millionen Menschen auf unserer Erde leben. 

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  • Die Ausbeutung wertvoller Bodenschätze und die Überfischung der Ozeane schreiten ungebremst voran, ohne Rücksicht auf den berechtigten Bedarf kommender Generationen.
    Die Gewinnung der Rohstoffe verursacht zudem grosse Umweltverschmutzungen.
  • In den vergangenen 150 Jahren ist fast die Hälfte des fruchtbaren Bodens auf der Erde verschwunden.

Unsere Erde - Verfügbare landwirtschaftliche Nutzfläche 
Quelle: UN - World Prospects: The 2015 Revision


  • Jeden Tag sterben auf unserer Erde etwa 100 Arten von Lebewesen aus.
    Die FAO [Food and Agriculture Organization of the United Nations] veröffentlicht 2019 den allerersten globalen Bericht zum Stand der Biodiversität, die die Grundlage für unsere Nahrungsproduktion ist.
    State of the World's Biodiversity for Food and Agriculture. 2019
  • Abfälle wie Plastik, pharmazeutische Produkte, Pestizide u.v.a. breiten sich weltweit in der Natur aus und gelangen zunehmend in die Nahrung auch von uns Menschen.
    Tausende von neuen Substanzen werden jährlich synthetisiert und viele davon gelangen in die Umwelt, mit meist unbekannter Wirkung auf Pflanzen, Tiere und Mensch.
  • Wir verschmutzen das Trinkwasser weltweit mit schweren Folgen für Millionen von Menschen.
    Rund 2'000 Millionen Menschen haben zurzeit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Unsere Erde - Prozentualer Anteil Salzwasser, Süsswasser und Trinkwasser


  • Unser Schutzschild gegen schädigende Sonnenstrahlung - die Ozonschicht - ist bereits geschwächt.
  • In den vergangenen 200 Jahren sind 90 Prozent der Moore verschwunden.
    Obwohl sie nur drei Prozent der Landfläche ausmachen, speichern sie mehr CO2 als alle Wälder zusammen. Durch die weltweite aktuelle Entwässerung der Moore ergibt sich ein CO2-Ausstoss, der ungefähr 5 Prozent der Emissionen entspricht, die der Mensch Jahr für Jahr produziert
  • Wir sind daran das Klima zu verändern, mit gravierenden Folgen für uns Menschen und die Natur.

© Photobank gallery | Shutterstock, Inc. [US] 2019    © Ranglen | Shutterstock, Inc. [US] 2018      © Scharfsinn | Shutterstock, Inc. [US] 2019 

  • Global ist der Anteil der Nutztiere auf 65 % und der von uns Menschen auf 32 % angestiegen. Der Anteil aller Wildtiere hingegen ist auf 3 % gesunken.
    [Prozentualer Anteil der Biomasse aller Wirbeltiere].
    Für kein anderes Konsumgut der Welt wird so viel Land benötigt wie für die Herstellung von Fleisch und Milch. Obwohl nur 17 Prozent des Kalorienbedarfs der Menschheit von Tieren stammt, benötigen sie 77 Prozent des globalen Agrarlands. 

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