Nachhaltig leben

8. Was kann jeder Einzelne von uns tun?

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Die Frage, was denn jeder Einzelne von uns tun kann, um für eine nachhaltigere Welt zu sorgen, ist nicht einfach zu beantworten.

Vielleicht können wir Einzelne am meisten bewirken,

  • wenn wir andere Menschen auf den Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung mitnehmen,
  • wenn wir gemeinschaftlich agieren und uns lokal und weltweit vernetzen,
  • wenn wir auf grundlegende Veränderungen in der Politik drängen, damit sie wieder auf die Stimme der Menschen und nicht nur auf die Stimme der grossen Unternehmen und Banken hört.
  • wenn wir unseren kollektiven Konsum um nur zehn Prozent herunterfahren, denn das hätte bereits grosse Auswirkungen auch auf viele der umweltschädlichsten Aktivitäten unserer Wirtschaft.
    Graeme Maxton. 2018. Change! - Warum wir eine radikale Wende brauchen. 

Wichtig ist, dass jetzt viele Menschen individuelle Verhaltensänderungen angehen. Richtig wirksam werden diese aber nur zusammen mit strukturellen Veränderungen in unserer Gesellschaft.

Wir brauchen sowohl eine Transformation des Systems als auch individuelle Verhaltensänderungen. Das eine ohne das andere wird uns nicht im erforderlichen Tempo zum notwendigen Umfang der Veränderungen führen. 
Übersetzt von: Christiana Figueres and Tom Rivett-Carnac. 2020. The Future We Choose - Surviving the Climate Crisis.

Fünf Massnahmen ergreifen


Jeder Einzelne von uns kann sofort 5 Massnahmen ergreifen und leistet damit einen wirksamen Beitrag zum Schutze der Umwelt und des Klimas.

1. Radikale Reformen von der Politik fordern.

Politiker wählen, die sich für einen wirksamen, nachhaltigen Klima- und Umweltschutz einsetzen.

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2. Weniger konsumieren.

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3. Weniger ins Auto und ins Flugzeug sitzen. 

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4. Weniger Fleisch und Milchprodukte essen. 

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5. Einen Baum pflanzen.
Oder eines der vielen Projekte unterstützen, die weltweit Bäume pflanzen.

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Meinen Lebensstil neu ausrichten


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Erstens

Meinen Konsum im Alltag, in den Ferien und in der Freizeihinterfragen. 

Zusätzlich zu meinem täglichen Grundbedarf nur das konsumieren, was mir wirklich einen echten Mehrwert bringt. 

Mir die hochaktuelle Frage stellen: Haben oder Sein?

Im gleichnamigen Buch [1976] beschreibt Erich Fromm die Voraussetzungen für einen fundamentalen Wandel in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, um die gegenwärtige Krise zu überwinden und von einer Orientierung am Haben zu einer am Sein zu gelangen. 

Zweitens 

Meinen Lebensstil auf eine gute Balance zwischen Qualität und Quantität ausrichten. 

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Der konsumorientierte Lebensstil in den reichen Ländern wird zwar von sehr vielen Menschen weltweit angestrebt, ist vermutlich aber doch keine attraktive Option für unsere Kinder und Enkelkinder:

  • erstens, weil wir dadurch der Natur grosse und teilweise irreversible Schäden zufügen und davon viele Menschen in andern Regionen der Welt zuallererst betroffen sind. 
  • zweitens, weil der Preis, den wir in unserem Leben dafür zahlen, im Vergleich zum gewonnenen Nutzen unverhältnismässig hoch ist, was sich am Leiden so vieler wohlhabender Menschen in den Industrieländern zunehmend bemerkbar macht. 

Es stellt sich uns die Frage: Welche Lebensphilosophie steht eigentlich hinter der Unersättlichkeit von uns, die wir so hartnäckig und dabei so leidenschaftslos und missmutig auf Kosten anderer und der Umwelt leben?  
Gabriela Simon. Mehr Genuss! Mehr Faulheit! Mehr Schlendrian! Die Zeit Nr. 42/1992

Drittens

Mehr auf die Umwelt achten. 

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Zum Beispiel mit 

  • Tips for a Cleaner Environment
    WWF

Viertens

Den Reichtum der Natur erleben. 

Melinda in Firiteaz, Rumänien 2018 

Wir alle brauchen draussen in der «reichen» Natur ganz persönliche Erlebnisse. 

Denn wir Menschen schützen nur das, was wir wertschätzen und wir wertschätzen nur das, was wir auch wirklich kennen.

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Unsere Kinder und Enkelkinder sind dankbar, wenn wir ihnen eine intakte Welt hinterlassen, damit auch sie ihr Leben eigenverantwortlich und frei gestalten können.

Zuletzt und nicht ganz ernst gemeint 

Erst wenn der letzte Baum gerodet, 
der letzte Fluss vergiftet,
der letzte Fisch gefangen ist,
werden wir merken, dass man Geld nicht essen kann.
Quelle: Unbekannt

Schliesslich und endlich

Mahatma Gandhi


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